Ist das die Kulisse eines Endzeitfilms? Ein Autowrack, Müllfässer und diverse Skelettteile dekorierten die mit Sinn fürs Detail hergerichtete Bühne.
Natürlich fehlte auch die Guillotine und die Frankensteinmaschine nicht. Alice Cooper vereint erstklassigen Heavy Metal und Bühnenshow zu einer Einheit. Eine Rockshow im wahrsten Sinne des Wortes!
Bei der Auswahl des Songmaterials hat er die Qual der Wahl. Schließlich rockt er schon seit ewigen Zeiten. Sein erstes Album, Pretties for You, wurde von keinem Geringeren als dem unvergessenen Frank Zappa produziert! Das war anno 1969, also in einer Zeit, in der viele der heutigen Zuschauer noch gar nicht lebten. Trotzdem war die Stimmung bei den alten Klassikern immer am Größten. Ob »Billion Dollar Babies« oder »No More Mr. Nice Guy«, alle im Saal konnten mitsingen. Die neueren Stücke der aktuellen CD »Brutal Planet« waren vielen wahrscheinlich nicht ganz so geläufig (ab in den Music Store mit euch, es lohnt sich!), was der Stimmung aber nicht schadete. Insgesamt gab es bei der Songauswahl keinen Hänger. Full Power Rock aus der ersten Liga!
An den Drums saß wieder ein alter Bekannter. Eric Singer, der schon früher für Alice trommelte und kurz bei KISS (vor der Reunion) als Nachfolger des verstorbenen Eric Carr angestellt war. Sein Solo mit zeitweilig brennenden Drumsticks kann auch als Höhepunkt der Show verbucht werden.
Apropos Show, die obligatorische Hinrichtung von Alice fehlte natürlich nicht. Zum Glück ist er aber dank der Frankensteinmaschine kurz danach wieder »auferstanden« um sofort fröhlich »Feed my Frankenstein« zu singen.
Wer nicht da war, der hat wirklich was verpasst. Selbst für nicht Metaller ist die Show schon das Eintrittsgeld wert.
Fotos: Shooter, musikland.de